Beim Systemwechsel geht es nicht um das CO² – 360.000 Arbeitsplätze fallen der Elektromobilität zum Opfer

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Unlängst kursierte eine Aufstellung des unvermeidlichen Professor Dudenhöffer, in dem er auflistest, dass alleine bei Deutschlands Automobilzulieferern und Herstellern der Abbau von 50.000 Arbeitsplätzen beschlossen sei. Das Institut des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation hatte berechnet, dass bis 2030 125.000 Menschen ihre bisherige Arbeit verlieren. Nun ergibt die Schätzung im Auftrag des BUND für Umwelt und Naturschutz e.V. den Verlust von 360.000 Stellen in Automobil- und Zulieferindustrie in Deutschland.

Überlegt man, dass diese Industrie weltweit in Fertigungsverbünden lebt, dann sprechen wir von einer Deindustrialisierung der Welt und Millionen Menschen, die ihr Einkommen und ihren Wohlstand verlieren. Denn die Autoindustrie wird getragen von gut ausgebildeten Kaufleuten, Facharbeitern und Ingenieuren, die aufgrund ihrer hohen Produktivität auch ordentliches Geld verdienen. Davon zahlen sie Steuern und Sozialabgaben und finanzieren innere und äußere Sicherheit, Schulen und Universitäten, die Zuschüsse für den öffentlichen Nahverkehr und auch den Straßenbau.  Ich vergaß: den braucht man ja nicht. Ob in der BUND – Zahl auch die Angestellten der Autohändler, die Mechaniker in den Werkstätten und die LKW-Fahrer in den Speditionen enthalten sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich fürchte nicht. 

 

Allem Anschein nach kann dieser Umstieg nur durch Zwang und das rigide Verbot des Verbrennungsmotors durchgesetzt werden. In Deutschland sind trotz massiver Subventionierung durch die Eigentümer von 65 Millionen Autos mit Verbrennungsmotor gerade mal über 80.000 Elektroautos zugelassen. 

 

Denn der Absatz von Elektroautos bricht gerade weltweit massiv ein. Und das immer dort, wo  die staatliche Subvention gestrichen wird. Fallen auch die Verkaufszahlen. Für die Weltrettung sind diese Zahlen ohnehin marginal. Im dritten Quartal wurden nach Angabe der Unternehmensberatung PwC 321.573 reine Elektroautos verkauft. Das sind rund 1,4 Millionen Fahrzeuge weltweit. Das hört sich viel an. Ist es aber nicht. Denn weltweit werden pro Jahr ca. 90 Millionen hergestellt, mit stark steigender Tendenz. Das Klimawunder Elektromobilität macht also gerade mal 1,35 Prozent der weltweiten Autoproduktion aus. Es können auch zwei Prozent sein. Denn der Chinesische Automobilverband meldet alleine für 2018 1,26 Millionen verkaufte E-Autos, aber für 2019 auch einen Rückgang um rund ein Drittel. 

 

Und dass Elektroautos von der Europäischen Kommission als emissionsfrei eingestuft und deshalb bevorzugt werden, ist schlicht falsch. Man kann sich natürlich darüber hinwegsetzen, dass der CO²-Verbrauch von der Stromerzeugung abhängt. Und da versprechen gerade die Chinesischen Kohlekraftwerke keine Besserung. Auch bei der Herstellung des Autos und seiner Batterie wird CO² frei. Und der Trend zu höheren Reichweiten ist derzeit nur mit mehr und größeren Batterien machbar, weil die Energiedichte der Akkus nicht nennenswert gesteigert wurde. Deren Produktion setzt wiederum mehr CO² frei und durch das höhere Gewicht steigt der Stromverbrauch des Elektroautos. Solange das so bleibt, hat dadens Elektro-Aut keine Chance, den effizienten abgasgereinigten Verbrennnungsmotor zu ersetzen. Es sei denn, wir werden gezwungen, es zu kaufen. Und das weiß auch die Automobilindustrie. Selbst Volkswagen plant ein Autowerk in der Türkei, in dem der VW Passat für die Märkte in Nordafrika und dem Nahen Osten hergestellt werden soll. Die jährlich 100.000 Verbrenner zahlen nicht auf die Restriktionen der EU ein. 

 

Das ist ein gutes Beispiel dafür, dass es den Umweltbewegten gar nicht um den Klimawandel geht. Vorrangiges Ziel ist die Zerstörung des existenten Gesellschaftssystems, das uns allen in den letzten 70 Jahren Wohlstand und Freiheit beschert hat. Die, die 40 Jahre lang davon durch Schießbefehl und Mauer abgehalten wurden, können auch ein Lied davon singen, dass die Zentralverwaltungswirtschaft mit der Umwelt viel größeren Raubbau treibt. Denn Marktwirtschaft ist das Prinzip des effizienten Umgangs mit allen Ressourcen. 

 

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