EverGRÜN Tempolimit

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Man sollte sich mal fragen, was die Grünen täten, wenn es ein allgemeines Tempolimit gäbe. Was wollten sie dann fordern? Im Ernst: Die Grünen und die “NGOs” wollen das Auto als Ausdrucksform individueller Mobilität sturmreif schießen. Um CO² und Stickoxid oder gar die Umwelt geht es nur am Rande. Doch lassen wir die Fakten sprechen: 

Wäre Deutschland ein Herz, es wäre im Dauerinfarkt. Das wird wieder Montag früh klar, wenn der Deutschlandfunk wieder fast zehn Minuten die Staus über 10 km verliest. Da sind die Landstraßen und die Innenstädte nicht dabei. 

Wer den Pendlern das Umsteigen auf die Bahn rät, hat noch nicht auf dem Land gelebt. Auch eine Verkürzung der Taktzeiten braucht nicht nur zusätzliche Züge. Weil es sich aber bei der Bahn um eine vorsintflutliche Technik aus dem Zeitalter der Dampfloks handelt, gibt es Mindestabstände, die durch die langen Bremszeiten determiniert sind. Würden wie gefordert, die Inlandsflüge gestrichen, würde der Bahnverkehr schlicht zusammen brechen. Denn auch die Flieger sind in den Stoßzeiten so voll, dass die Einstiegszeiten kaum zum Verstauen des Handgepäcks reichen. 

Und die Bahnen sind schon jetzt zu den Kernzeiten, wenn der deutsche Industriearbeiter sich auf den Weg zur Werkbank macht, völlig überfüllt. Da hilft keine Gleitzeit. Und das Fahrrad mag für die Kurzstrecke eine veritable Alternative sein. Aber nur bei gemäßigten Temperaturen  und nicht bei Regen, Schnee, Eis und Sturm. Und solche gewöhnlichen Wetterphänomene sind in Deutschland und Mitteleuropa die Regel. 

Aber die Ökologen wissen Abhilfe. Die Elektromobilität sorgt nicht nur dafür, dass die Batterie sich im Stau entlädt. Verkehrsvermeidung heißt die Strategie. Die durch sie entstehenden 230.000 Arbeitslosen entlasten den Verkehr, weil sie zu Hause bleben. Und zum Arbeitsamt kann man auch nach neun und vor 14.00 Uhr. 

Weniger Staus heißen: Weniger Abgase. Weil die Autos fahren und nicht stehen. Und eine Start-Stopp-Automatik nützt nur was, solange die Scheiben nicht beschlagen und nicht geheizt werden muß. Ein übriges tragen die Lastkraftwagen bei.  Die verursachen eine Vielzahl der Emissionen, die ein Berufspendler verursacht, wenn er sie ein paar Kilometer vom Land in die Stadt stehend durch den Auspuff jagt. 

Ein Tempolimit bringt gar nichts: Keine zusätzliche Sicherheit, denn  sin je Milliarde Fahrzeugkilometer sind 1,6 Unfalltote zu beklagen, schreibt die FAZ, auf allen anderen Straßen sind es 5,3. Wie viele davon auf widrige Witterungsbedingugen zurück zu führen sind, bei denen auch 130 km/h zu viel gewesen wären, sagt die Statistik nicht. Auch nicht, wie oft LKWs verwickelt sind, die ohnehin nur 80 km/h fahren dürfen.  Und wie viele in ohnehin schon limitierten Streckenabschnitten, auch nicht. In den anderen Ländern sind es ohnehin mehr, was die Signifikanz eines Tempolimits widerlegt: Zwischen 1,9 und 3,8 Toten. Und nach Angaben des Bundesamts für das Straßenwesen, sinkt der CO²-Ausstoß bei einem Tempolimit von 120 km/h um 0,27 Prozent, ein Limit von 130 km/h hätte überhaupt keinen Effekt. Soviel dazu. 

Wie einst beim Dosenpfand geht es um ökologische Symbolpolitik zur Rechtfertigung sozialistischer Phantasien, die die Menschheit immer wieder in Hunger und Elend gestürzt haben. Das Automobil ist das Symbol individueller Mobilität und Mittel, seine Freiheit auszuleben. Immer und überall. Ohne die Bevormundung des wohlmeinenden Nanny-Staates. 

Natürlich ist der Mensch der Hauptverursacher der Belastung der Umwelt. Aber es sind nicht die Ölheizungen und Verbrennungsmotoren. Es sind die 7,5 und bald 8 Milliarden Menschen, die Ressourcen verbrauchen. Und es werden immer mehr. Bald sind es 10 oder 12 Milliarden.

Wie man die langfristig reduziert und das Bevölkerungswachstum begrenzt? Die Antwort wird den Ökologen nicht schmecken: Durch mehr Wohlstand. Wo der wächst, sinkt das Bevölkerungswachstum und die Geburtenrate. Also wahrscheinlich eher durch mehr Autos als durch weniger….. Da müssen die Ökologen jetzt tapfer sein.

Foto aus Protestaktion gegen die Ablösung von Jeremy Clarkson. Bentley Mulsanne.

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