Der fast fatale Fehler des Professor Köhler, der fast keiner war!

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Prof .Dr. Dieter Köhler hat sich vertan. Andere sagen, er hat sich verrechnet. Es geht um Zigarettenkondensat, Feinstaub und Stickoxid. Und ob die EU-Grenzwerte wissenschaftlich fundiert sind. Sind sie nicht. Selbst wenn Köhlers Beispiel mit dem Zigarettenraucher nicht stimmen würde, hätte er sich nicht vertan. Die Reaktionen des ökologisch-politisch-industriellen Kompexes sind so verbittert, weil ihre Methoden an dem Pranger stehen. Werden die erschüttert, verkommt möglicherweise selbst die Behauptung vom “menschgemachten Klimawandel” zum Äquivalent des Fegefeuers, mit dem eine neue Weltkirche uns Bürger disziplinieren will.

Doch beginnen wir von Anfang an. Bei Stickoxid und Feinstaub. Der Lungenarzt Köhler hat die Umweltlobby mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Wie so viele andere ist er jahrelang landauf, land ab gelaufen, um zu betonen, dass es keine wirkliche medizinische Indikation dafür gibt, dass so niedrige Konzentrationen zu Krankheits- oder gar “frühzeitigen Todesfällen” führt. Und fand so gut wie kein Gehör. Erst mit seinem Raucherbeispiel und den über 100 Lungenärzten nahm man Notiz..

 

Wissenschaft ist keine Frage von Schwarm-Intelligenz

Auch hier heißt es ständig: Abertausende Wissenschaftler haben Millionen von Studien ausgewertet, nach denen Tausende von Menschen Millionen oder Milliarden Minuten früher sterben. Oder Sekunden oder Stunden. So genau wird das nicht behauptet. Es würde die Angelegenheit ja ungenau konkretisieren. Weil Köhler sich diese Gesetzmässigkeit zu Eigen machte, landete er bei Anne Will. Und brachte einen Stein ins Rollen. Und dann hatte er sich nicht mal richtig über den Teergehalt in Zigaretten informiert, deren Grenzwert von der EU unlängst gesenkt worden war. Wie die Öffentlichkeit mit den vertrackten 40 Mikrogramm NO², oder war es Feinstaub oder beides?

Die TAZ leistete den Lungenarzt-Kritikern Schützenhilfe und wies auf Köhlers Rechenfehler hin. Doch der stoische Lungenarzt-Schwarm ließ sich nicht beirren. Das Risiko, früher zu sterben, bleibe auch dann höher, wenn man 20 Zigaretten am Tage raucht, als wenn man in gebückter Haltung am Stuttgarter Neckartor mit dem Mund auf in etwa 1 m Höhe mindestens 8 Stunden täglich verharrt.

 

Epidemiologie vs. Wissenschaft

Mal im Ernst: Wir haben in den vergangenen 20 Jahren den wissenschaftlichen Diskurs verlernt. An die Stelle der Erkenntnis ist das Glaubensbekenntnis getreten. Ketzer werden nur wegen der dabei auftretenden Feinstaubkonzentration nicht auf den Scheiterhaufen gebracht, durch die sie ja vor der Verbrennung vorzeitig zu Tode kommen könnten.Wer das für zynisch hält, der sollte bedenken, dass von der “Deutschen Umwelthilfe”  die so genannten frühzeitigen Todesfälle in Tausender Größenordnung instrumentalisiert werden, um die entsprechenden Behauptungen gegen Kritik zu immunisieren.

Diese unbelegten Beuhaptungen sind nicht die Ergebnisse medizinischer Forschungen, die individuelle Erkrankungen zum Gegenstand hätten. Sie sind bloße Statistik. Und Statistik ist eine Hilfswissenschaft, die allerdings einer bestimmten Gesetzesmässigkeit folgen sollten. Wenn man zwei verschiedene Phänomene in ein Verhältnis setzt, sollten die auch in einem ursächlichen Zusammenhang stehen. Das nennt man eine Kausalität oder eine Koindizenz.

 

Milch macht kriminell

Eine Korrelation zwischen Kriminalität und dem Konsum von Milch besteht unbestreitbar: Bei jeder Umfrage unter den Insassen von Justizvollzugsanstalten und Gefängnissen auf der ganzen Welt wird sich ergeben, dass nahezu 100 Prozent (Laktoseintoleranz soll dort weniger weit verbreitet sein), in ihrer Jugend Milch getrunken haben. Die logische Konsequenz nach der Gesetzesmässigkeit von Weltgesundheitsorganisation  und EU ist ganz schlicht: Milch macht kriminell. Epidemilogie ist keine Hexenmeisterei.

Wenn der Herr Resch von der deutschen Umwelthilfe vor Gericht seine legendären Todeszahlen verweist, ist seine Evidenz von eben dieser schlichten Qualität

 

Wenn da die Toxikologie nicht wäre!

“NOx, d.h. NO und NO2 sind beide in den Motorabgasen enthalten. Da NO aber nach
der Emission rasch zu NO2 oxidiert wird, liegt NOx in der Umgebungsluft nahezu
vollständig als NO2 vor, so dass sich die gesundheitliche Bewertung immer auf die
gegebenen NO2-Konzentrationen bezieht.
NO2 ist ein Reizgas, das insbesondere in den Atemwegen zu entzündlichen
Reaktionen führt. Aus Langzeit-Tierversuchen und kurzen, mehrere Stunden
dauernde Exposition von Probanden ergibt sich eine unwirksame Konzentration im
Bereich von 1,5 ppm d.h. etwa 3000 μg/m3
. Basierend auf diesen Studien haben
SCOEL, das Scientific Committee for Occupational Exposure Limits der
Europäischen Kommission, die DFG-Arbeitsstoffkommission (MAK-Kommission) und
der Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) beim BMAS für Arbeitsplätze einen Grenzwert
für NO2 von 0,5 ppm (950 μg/m3) festgelegt. Dieser Wert gilt für gesunde Arbeiter bei
Expositionen von 8 Std. pro Tag, 40 Std. pro Woche für die gesamte
Lebensarbeitszeit und soll die Gesundheit nicht beeinträchtigen. Selbst wenn man
einen Faktor 5 zur Berücksichtigung empfindlicher Personengruppen verwendet, sind
die sich daraus ergebenden 200 μg/m3 noch zehnmal höher als die von der WHO
anhand epidemiologischer Studien abgeleitete Wirkungsschwelle von 20 μg/m3
.
Daraus ergibt sich, dass die erheblich niedrigeren NO2 Konzentrationen in einem
Luftgemisch, für das adverse Wirkungen festgestellt worden sind, nicht auf NO2
sondern auf das Zusammenwirken verschiedener Inhaltsstoffe in dem Luftgemisch
zurückzuführen sind. Dies trifft auch z.B. für PM2,5, Ozon oder andere Inhaltsstoffe
eines Gemisches zu.. ”

Das sagte nicht der ominöse Professor Köhler, sondern ein gewisser Professor Helmut Grein von der Technischen Universität München. Und er sagte es auch nicht irgendwo. Sondern in der letzten Legislaturperiode vor dem Untersuchungsausschuss des deutschen Bundestages. Wer nun meint, wie mehrfach vorgetragen, dieser um das im geringsten Fall 5 fache höhere Wert sei vielleicht für den asthmakranken Säugling viel zu hoch, der sollte sich mal überlegen, dass der eben nicht 10 Stunden im Kinderwagen an der Meßstelle an der Münchner Landsberger Straße schläft, sondern vielleicht mit dem Kinderwagen daran vorbeifährt.

 

Die Rezeptionsgeschichte des Diskurses

Wir leisten uns ein Parlament mit mittlerweile 700 Abgeordneten, 100ern von wissenschaftlichen Mitarbeitern und einem wissenschaftlichen Dienst. Auf der Tribüne eines Untersuchungsausschusses sitzen mehr als nur ein paar Journalisten. Dieses Establishment muss sich fragen lassen, warum dieses schlichte Ergebnis vom 26.08.  2016 für Otto Normalverbraucher nie zu lesen war und auch nicht in die Urteilsfindung der Verwaltungsgerichtbarkeit Einfluss gefunden hat.

Wenn in einer Gesellschaft ein unlegitimierter Abmahnverein wie die “Deutsche Umwelthilfe” mehr mediale Wirkung entfalten kann wie der deutsche Bundestag, muss der sich wohl fragen lassen, wie das wohl kommt. Und die Art, wie Politik und Medien von der wie vom Fuchs im Hühnerstall vorführen lassen, kann einen nur wundern.

 

Köhler hat den Wind gedreht.

Wissenschaft ist keine Demokratie.Es kommt nicht auf die Anzahl der Studien,  Forscher oder Institute an, sondern um die Richtigkeit der Hypothese. Genauer: Um ihre Widerlegbarkeit. Nur dann wenn sie so formuliert ist, dass sie wiederlegt  werden kann, ist sie empirisch von Wert. Alles andere ist Religion. Man kann es glauben oder nicht.

Aber die Medien lieben die großen Zahlen. Je mehr Studien und Untersuchungen von seriös klingenden Wissenschaftlern, Instuten oder gar Stiftungen zum gleichen Ergebnis kommen, desto größer ist die Bereitschaft der Presse, sie in den Nachrichten zu zitieren. Voraussetzung für den flächendeckenden Niederschlag ist allerdings die mundgerechte Formulierung der Hypothese, die den Medienschaffenden von der quälenden Lektüre und gar Überprüfung des Studienergebnisses befreit.

Oder wie Vince Ebert sagt. “Wenn ich glaube, dass eine Flasche Bier im Kühlschrank ist, ist das Religion.  Wenn ich nachschaue,  ist es Wissenschaft. Wenn ich behaupte, obwohl ich weiß, dass keine drin ist,es wäre eine drin, Esotherik.”,

Köhlers Aussage ist richtig aber auch keine Wissenschaft. Er schlägt letztlich die Umwelthelfer mit ihren eigenen Methoden. Der “Großen Zahl”, einer drastischen Behaputung und guter PR. Damit könnte er einen kleinen Stein ins Rollen gebracht haben, der die Diskussion in vielen Bereichen in eine andere Richtung lenkt und uns alle zurück zu Wissenschaft und Vernunft  führt.

 

Die Bedeutung für die deutsche Ökonomie im allgemeinen und die Automobilindustrie im speziellen

Das Automobil ist der Motor der sozialen Marktwirtschaft. Und die ist der wahre Feind vieler Öko-Aktivisten, die ihr sozialistisches Gedankengut, die Abkehr von der individuellen Freiheit und das Ideal der europäischen Planwirtschaft durch die Reduzierung des Individualverkehrs erreichen wollen. Damit gefährden sie den Wohlstand und die Lebensmodelle von Millionen Menschen, die für ihr Einkommen, ihre Lebensqualität und auch ihre Freiheit zwingend auf das Auto angewiesen sind.

Ökologisch ist das Auto ausoptimiert. Die Luft, die den Auspuff eines modernen Automobils verlässt, ist im Zweifel sauberer wie die,  die der Motor für den Verbrennungsmotor ursprünglich angesaugt hat. Aber die wird ja auch nicht gemessen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s

Blog at WordPress.com.

Up ↑

%d bloggers like this: